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Drohne kaufen – Tipps für deinen ersten Multicopter

Drohnen und Multicopter erleben seit Jahren einen Boom. Immer mehr Fans nutzen die wendigen Fluggeräte – einfach zum Vergnügen, zum Aufnehmen von tollen Videos oder turniermäßig beim Racing.

Wenn du selbst neugierig geworden bist, und dir eine Drohne kaufen möchtest, helfen dir die folgenden Informationen bei der Orientierung und Auswahl. Das Angebot ist inzwischen riesig und reicht vom kleinen Quadrocopter bis zur technisch hochgerüsteten Profi Drohne. Für Einsteiger und Hobbypiloten gibt es eine schöne Auswahl an technisch interessanten Drohnen, die sich angenehm fliegen lassen.

Wie sieht eine gute Drohne für Einsteiger aus?

Wenn du zum ersten Mal einen Multicopter kaufst, solltest du dich für ein solides Standardmodell entscheiden. Billig-Drohnen, wie sie beispielsweise von Supermärkten angeboten werden, sind eher als Spielzeug zu betrachten.

Eine gute Drohne dagegen ist ein Sportgerät mit leistungsfähiger Technik. Für die ersten Flugerlebnisse eignet sich ein Quadrocopter mit den Standardmaßen von 250 mm Abstand zwischen zwei Motoren. Dieser Drohnentyp wird schon seit langer Zeit verwendet und ist gut ausgetestet. Der symmetrische Quadcopter Aufbau mit vier Motoren sorgt aufgrund eines integrierten Flightcontrollers für ein stabiles Flugverhalten und erlaubt einen guten Einstieg für neue Copterpiloten.

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Für ein ungetrübtes Flugvergnügen ist vor allem die Akkutechnik wichtig. Ein schwacher Akku, der nur kurze Flugzeiten erlaubt und nach wenigen Ladezyklen schwächelt, ist für einen Multicopter nicht geeignet. Hinzu kommen die Sicherheitsbedenken: Billig hergestellte Akkus sind bei Drohnen – ebenso wie bei Handys und anderen Geräten – ein Sicherheitsrisiko. Der Kauf von Drohnen und Zubehör sollte daher bei zuverlässigen Herstellern erfolgen.

Multicopter Typen und ihre Eigenheiten

Der Begriff Multicopter umfasst alle rotorgetriebenen Fluggeräte, die mit mehreren Motoren ausgestattet sind. Folgende Copter Typen sind im Hobby- und Profibereich üblich:

Tricopter haben drei Rotoren. Sie benötigen daher weniger Bauteile als andere Copter-Varianten. Der T- oder Y-förmige Rahmen hat den Vorteil, dass relativ viel Raum für die Nutzlast – beispielsweise eine Kamera – vorhanden ist.

Quadrocopter sind die gebräuchlichste Form. Die vier Motoren sorgen im Vergleich zum Tricopter für besseren Schub und mehr Leistung. Eine gut zusammengestellte Quadrocopter Konfiguration hat angenehme Flugeigenschaften und ist für Hobbyflieger und Racer sehr gut geeignet.

Hexacopter und Octocopter sind mit sechs beziehungsweise acht Motoren ausgestattet. Sie sind selbst dann noch relativ gut manövrierbar, falls einer der Motoren während des Flugs ausfällt oder falls es zu starken Windböen. Diese großen – und kostspieligen – Copter-Modelle sind vor allem für den Profibereich gedacht, wenn es um möglichst hohe Flugstabilität, hohe Drehzahlen und den sicheren Transport von Lasten geht bzw. einem hohen Maß an Schubkraft im Allgemeinen. 

Multicopter und Drohnen kaufen: Selbstbau oder fertig montiert (RTF)?

Das Fliegen von Multicoptern war ursprünglich Tüftlern und Bastlern vorbehalten, die ihre Drohne selber bauen. Das ist nicht ganz einfach, denn für ein zuverlässiges Flugverhalten sind genaue Berechnungen von Schub, Gewicht und anderen technischen Eigenschaften erforderlich. Aus diesem Grund ist für die ersten Flugversuche der Kauf einer fertig montierten Drohne empfehlenswert, die sofort flugbereit ist.

Diese Drohnenmodelle werden auch mit der Abkürzung RTF – ready to fly – bezeichnet. Wenn du gerne bastelst, und dich der technische Aspekt besonders interessiert, kannst du dich auch für ein ARTF-Modell (almost ready to fly) entscheiden. Diese sind mit etwas Geschick schnell fertig montiert und einsatzfähig. Bei einem fertig zusammengestellten RTF-Set sind Sender und Empfänger für die Fernsteuerung bzw. Fernbedienung der Drohne im Lieferumfang enthalten. Du hast natürlich auch die Möglichkeit, Copter und Steuerung getrennt zu kaufen.

Im Bereich der RTF Sets sehr empfehlenswert sind die Drohnen aus dem Hause DJI oder YUNEEC. Angefangen mit dem DJI Phantom, welche schon mehrfach als Testsieger gekrönt wurde, hat der Hersteller mittlerweile eine umfangreiche Produktreihe and Flugdrohnen und richtet sich neben Hobbypiloten mittlerweile auch an Profis.

Positiv zu erwähnen ist die immer bessere Einbindung von iOS Geräten, wie z.B. dem iPhone und dem iPad. So kann man beispielsweise bei einer DJI Mavic (einer kleinen aber sehr hochwertigen faltbaren Drohne) das iPad als FPV Monitor nutzen.

Drohnen Vergleich: wichtige Merkmale und Kennzahlen für den Drohnen-Kauf

Zu den wichtigsten Kennzahlen für den Copter Vergleich gehören Größe und Gewicht, Flugzeit, Reichweite des Steuerungssignals, Akku-Ladezeit und gegebenenfalls Geschwindigkeit. Außerdem gibt es Unterschiede bei der Ausstattung. In vielen Fällen kannst du an der Preisklasse erkennen, was du an technischen Eigenschaften erwarten darfst.

Kleine, leichte Einsteigerdrohnen bis etwa 200 EUR haben in der Regel eine Reichweite zwischen 80 und 120 m sowie eine Flugzeit zwischen 7 und 10 Minuten. Kameras sind in dieser Preisklasse eher die Ausnahme. Diese Multicopter eignen sich vor allem für den Indoor-Bereich, es sind aber auch einige gute Quadrocopter Outdoor-Modelle dabei.

In den höheren Preisklassen darfst du deutlich mehr erwarten: verbesserte Flugeigenschaften, längere Flugzeiten, Kameras mit höherer Auflösung, GPS-Technik und umfangreicheres Zubehör.

Multicopter für Videoaufnahmen

Wenn du dich vor allem für eine Drohne mit Kamera interessierst, weil du tolle Videos aufnehmen möchtest, benötigst du bereits fortgeschrittene Technologie. Einsteigerdrohnen mit Kameras liefern meistens nur durchschnittliche Aufnahmequalität. Du kannst auch nicht einfach eine gute Kamera an deinem Multicopter befestigen, wenn dieser nicht für das zusätzliche Gewicht konstruiert ist.

Ein entscheidender Faktor für gute Videoaufnahmen ist neben der Qualität der eingesetzten Kamera das Aufhängungs- oder Gimbalsystem, an dem sie befestigt ist. Ein solches Gimbal gleicht die Flugbewegungen aus und erlaubt ruhige Filmaufnahmen. Für die Kontrolle der Aufnahmen ist außerdem ein FPV Monitor oder ein FPV-System empfehlenswert, das die Kameraperspektive mit möglichst wenig Verzögerung überträgt.

FPV Videobrille vs. Monitor – Wissenswertes zur Flugperspektive

Für den Anfang reicht das Fliegen der Drohne auf Sicht. Wer schon mehr Erfahrung hat und mehr mit seiner Drohne ausprobieren möchte, kann entweder mit einem Monitor fliegen oder mit einer FPV Videobrille, um die FPV Flugperspektive zu erleben.

Das Fliegen mit dem Monitor ist in der Regel die einfachere Methode. Du hast sowohl dein Fluggerät als auch die Umgebung im Blick. Außerdem siehst du direkt, wie deine Steuerungssignale vom Multicopter umgesetzt werden. Monitore sind in der Regel preisgünstiger als Brillen.

Für viele begeisterte Copter-Piloten macht das FPV-Fliegen mit Videobrille den eigentlichen Reiz des Copter-Hobbys aus. FPV steht für first person view und bezeichnet die Flugperspektive, die du an Bord der Drohne hast. Hierfür sind eine gute Kamera, eine leistungsfähige Signalübertragung und eine Videobrille notwendig.

Empfehlenswert sind FPV-Sets, bei denen die einzelnen Komponenten aufeinander abgestimmt sind. Denn das Immersionsfliegen macht nur dann Spaß, wenn das Videosignal ohne technische Störungen, ohne Verzögerung und in hoher Qualität bei dir ankommt.

FPV-Racing: rasanter Sport für Drohnen Fans

Das FPV Racing hat sich zu einem international populären Sport entwickelt. Geflogen wird einzeln oder in der Gruppe. Die Rennstrecken sind mit Hindernissen ausgestattet, die in möglichst kurzer Zeit gemeistert werden wollen.

Beim Drone Racing kommen vor allem die etwas kleineren Modelle zum Einsatz. Oft sind es Quadcopter mit eine 250er Gestell. Wenn du dich für einen schnellen Racing-Copter entscheidest, musst du mit einem höheren Budget rechnen als bei einem Standardmodell.

Damit die FPV-Racer schnell genug sind, werden bevorzugt sehr leichte Bauteile eingesetzt, die sehr präzise arbeiten müssen. Auch die Videobrille muss beim FPV-Racing den hohen Anforderungen entsprechen.

Wo kann ich meine Drohne kaufen ? – Gute Bezugsquellen für Drohnen

Drohnen liegen im Trend. Das hat zur Folge, dass es zahlreiche private und gewerbliche Angebote für Multicopter in allen Ausführungen gibt. Bei Fachhändlern vor Ort oder bei Online-Versandhändlern findest du eine große Auswahl an Modellen in der gewünschten Preis- und Qualitätsklasse.

Eine Alternative ist die direkte Bestellung beim Hersteller deiner Wahl, wie z.B. DJI, YUNEEC oder Graupner. Bei der Suche nach einem günstigen Angebot im Bereich Drohnen und Zubehör findest du auch Anbieter aus dem Ausland, insbesondere Asien. Die Frage, ob sich das Schnäppchen aus dem Ausland lohnt, lässt sich nicht generell beantworten. Für das ersparte Geld musst du jedenfalls mit längeren Lieferzeiten und Einschränkungen bei Service, Beratung und Gewährleistung rechnen.

Lohnt sich der Kauf eines gebrauchten Multicopters?

Wer eine preisgünstige Einsteiger-Drohne sucht, findet auch Angebote für gebrauchte Drohnen. Natürlich lässt sich bei einem solchen Kauf Geld sparen, jedoch sind ein paar Dinge zu beachten. Es gibt Unterschiede zwischen dem privaten Verkauf eines gebrauchten Copters und den Gebraucht-Angeboten, wie sie beispielsweise bei Amazon und anderen Händlern zu finden sind.

Letztere sind oft Rückläufer oder Vorführware, die kaum benutzt sind und vor dem Verkauf noch einmal überprüft werden. Sie sind mit einer Gewährleistung ausgestattet, die dir eine Sicherheit gibt, wenn deine Drohne nicht ordnungsgemäß funktioniert. Der Gebraucht-Kauf von Privat ist Vertrauenssache. Wenn du keine verlässlichen Informationen über das Fluggerät und den Verkäufer hast, kann der Kauf riskant sein.

Zubehör für Drohnen und Multicopter kaufen

Beim Kauf deines ersten Multicopters solltest du auch an wichtiges Zubehör denken. Ein Akku-Ladegerät ist für Copter-Piloten unerlässlich, damit die leeren Flugakkus wieder aufgeladen werden können. Wenn du mit deinem Copter unterwegs bist, empfiehlt sich mindestens ein passender Ersatz-Akku. Auf diese Weise kannst du die Akkus schnell austauschen und ersparst dir die Wartezeit für das Wiederaufladen. Ein kleines Set an Ersatzteilen sollte ebenfalls dabei sein.

Besonders die Propeller bzw. Luftschrauben sind anfällig für Beschädigungen, wenn es zu Berührungen während des Fluges kommt oder zu einem Crash. Beim Kauf der Ersatzteile für deine Drohne kannst du entweder die Originalersatzteile nehmen oder passende baugleiche Teile. Achte auf alle Fälle auf die Qualität, denn an Billigware mit geringer Lebensdauer hast du weder beim Kauf deiner Drohne, noch beim Kauf der Ersatzteile, viel Freude.

Vor dem ersten Drohnenflug – das ist zu beachten

Wenn du dich für eine passende Drohne entschieden hast, steht den ersten Flugversuchen (fast) nichts mehr im Wege. Aber: Bevor du mit deiner neuen Drohne ins erste Flugabenteuer startest, gibt es noch einige Formalitäten zu erledigen. Das Wichtigste ist der Abschluss einer Haftpflichtversicherung. Das gilt für alle Drohnen-Piloten, auch wenn sie den ihr Hobby nur gelegentlich ausüben. Zusätzlich gibt es je nach Bundesland unterschiedliche Regelungen für die Aufstiegsgenehmigung von Fluggeräten.

Informiere dich am besten frühzeitig, welche Bestimmungen bei euch gelten. Bei schwereren Modellen benötigst du außerdem eine feuerfeste Plakette mit deinem Namen und deiner Anschrift. Ein Kenntnisnachweis oder Drohnenführerschein ist ab einem Copter-Gewicht von 2 kg erforderlich. Wenn du deine Drohne mit in den Urlaub ins Ausland mitnimmst, musst du dich auf die dort geltenden Regelungen einstellen.