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FPV-Racing und FPV Racer – was ist das?

FPV-Racing bezeichnet das wettbewerbsorientierte Fliegen von meist speziellen Race Coptern mithilfe von FPV-Equipment wie z.B. Videobrillen oder Bildschirmen. Der Reiz an der Sache ist der „Blickwinkel“ durch den der Pilot das Renngeschehen sieht (First Person View) : Aus der Vogelperspektive bzw. aus der First Person Sicht. Somit sieht der Pilot also Live, was sein Kopter sieht. Bei Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h ist ein gewisser Adrenalinpegel beim FPV-Racern also garantiert.

FPV Racing Drohne kaufen

Die Copter werden dabei meistens durch einen Hindernisparcours geflogen, wie z.B. eine zuvor aufgebaute Rennstrecke mit Gates (Toren), durch einen geeigneten Wald oder durch eine Tiefgarage.
Entweder treten die Piloten in einem „richtigen FPV Race“ direkt gegeneinander an, so wie man es beispielsweise von den RC Car Rennen kennt, oder sie fliegen auf Zeit gegeneinander. Hierbei wird dann eine Strecke festgelegt und einfach die Zeit gestoppt.

FPV Race Drohnen in Bexbach.

Ein Copter auf dem FPV Air Race in Bexbach.

FPV Race Veranstaltungen

Bei FPVRacing Veranstaltungen, wie z.B. dem FPV Air Race in Bexbach (organisiert von Rolf Venz) wird das Fliegen auf Zeit mit dem Fliegen gegeneinander verbunden. Ähnlich wie bei der Formel 1 gibt es ein Qualifying, bei dem die Piloten eine möglichste schnelle Rundenzeit erreichen müssen. Anhand der Rundenzeiten werden die Flieger dann in Final-Gruppen eingeteilt. In diesen Gruppen wird dann das eigentliche Rennen ausgetragen und die Piloten treten mit ihren Racing Quadrocoptern direkt gegen einander an.

Drone Racing League (DRL)

Neben kleineren Drohnen Rennen Veranstaltungen gibt es immer mehr internationale Rennen bzw. Rennserien wie z.B. die DRL (Drone Racing League). Hier treten die weltweit besten Piloten gegeneinander an. Die Races finden hier an unterschiedlichen, sehr eindrucksvollen Locations statt.

Da die Rennen der Drone Racing League so toll in Szene gesetzt werden und es immer mehr Investoren gibt, werden die Rennen nun sogar auch im (deutschen) Fernsehen bei Pro7 MAXX übertragen.

Neben den internationalen Pilotengrößen ist für Deutschland der Pilot „XY.FPV“ dabei.

Wer die Rennen der Drone Racing League nicht verpassen will sollte am 6. November Pro7 MAXX einschalten und mitfiebern.

Um mal einen Eindruck zu bekommen wie schnell die kleinen FPV-Racing Copter wirklich sind und wie ein Rennen der Drone Racing League abläuft empfehle ich den Trailer der Saison / Season 2016. Genug geredet, seht einfach selbst:

Was braucht man, wenn man sich eine Racing Drone bauen will / Was gibt es für Modelle?

Für einen FPV-Racer sind mehrere Bauteile von Nöten. Man muss hier allerdings ganz klar differenzieren zwischen professionellen Racing Drones und den günstigeren FPV-Racing Quads. Gleiches gilt bei der FPV-Technik, dazu später aber mehr. Grundsätzlich muss man sich also im Vorfeld klar sein wie viel Geld man ca. ausgeben möchte bzw. über was für ein Budget man für den Bau seines Racers verfügt.

Folgendes Equipment wird benötigt:

Der eigentliche FPV Racing Copter:

Emax Nighthawk FPV Racing Drohnen 250 Gestell Tiny Whoop kaufen

Eine gute Basis für einen Race Copter.

Eine sehr beliebte Einsteigervariante für Piloten die bereits mit Quadrocoptern generell (wie z.B. dem DJI Phantom) vertraut sind, sind die 250er Racing Quadrocopter. Diese Sets findet man z.B. bei Ebay (ohne FPV-Equipment) bereits für ca. 170€.

Im Bausatz ist in der Regel alles enthalten, was für den Racer an sich vonnöten ist:

Günstige Einsteiger Sets für kleines Geld:

Ohne Fernsteuerung

Mit Fernsteuerung:

 

Bei den Einsteiger Quads in 250er Größe werden meistens kostengünstige und leichte 3 Zellen (3S) Lipo-Akkus verwendet, da die Leistung dieser 3S Lipos in der Regel ausreichend für die Komponenten und den Einsatzbereich der Einsteigerracer ist.

Profi Racing Drones

Die Profis und die ambitionierten FPV-Piloten greifen in der Regel auf hochwertigere und Leistungsstärkere Komponenten zurück. Das eigentliche Chassis bzw. das Gestell des Quadrocopters spielt dabei in der Regel eine weniger wichtige Rolle als die verwendete Technik. Daher wird bei den Gestellen häufig noch auf einen der Emax Rahmen zurückgegriffen. Ebenso häufig wird allerdings auch auf andere Racing Rahmen in verschiedenen Größen (z.B. 250 und 330) zurückgegriffen.
Momentan sehr beliebt unter den professionellen (fertig zu kaufenden) FPV-Racing-Gestellen ist das ImmersionRC Vortex Gestell und der Lisam 210 Rahmen. Neben den „fertigen“ Rahmen geht der Trend in der Szene auch dahin, dass sich die Piloten ihre Frames selber Bauen mithilfe von CNC-Fräsen und 3D-Druckern. Somit sind den Möglichkeiten bei dem Zusammenstellen eines Racing-Copter Setups nahezu keine Grenzen gesetzt.
Bei den Motoren werden häufig die leistungsstarken Cobra Motoren oder die Maytech Motoren mit 2300KV verwendet. Um die Brushless Motoren auch richtig ansprechen zu können bedarf es natürlich auch hochwertigen Reglern (ESCs) wie z.B. den 20a Reglern von DYS.
Um das Racing Setup auch mit ausreichend Strom zu versorgen und um einen zusätzlichen Leistungszuwachs erreichen zu können werden in den Profi FPV-Racern meistens Lipo Akkus mit mindestens 4 Zellen (4S Lipos) mit einer entsprechenden Kapazität verwendet.
Bei den Propellern kommen je nach Quadrocopter-Größe und Vorlieben beim FPV-Racing entweder Propeller in 5“ (z.B. 5030 und 5045) oder Luftschrauben in 6“ Größe (z.B. 6030 oder 6045) zum Einsatz.

Ein möglicher, leistungsstarker FPV Racing Quadrocopter könnte also folgende Komponenten verwenden:

Wir empfehlen die Bauteile direkt in Deutschland zu bestellen. So sparen Sie sich die lange Wartezeit und können eventuelle Garantieansprüche geltend machen.

Quadrocopter / FPV Racer bauen mit Bauanleitung

Der Zusammenbau einer solchen FPV-Racing Drohne erweist sich mit etwas technischer Kenntnis als relativ leicht. Sollten Sie noch nicht viel Erfahrung mit RC Quadrocoptern oder mit dem Umgang von Copter Technik generell gemacht haben, dann empfiehlt es sich auf eine Quadrocopter Bauanleitung zurückzugreifen, da Sie dort alle Schritte einzeln erklärt bekommen und somit auch „technische Herausforderungen“ wie z.B. das Löten oder das Einstellen des Flightcontrollers meistern.

Wirklich empfehlen kann ich hier Quadrocopter-Bauanleitung.de. Hier kann man wählen zwischen verschiedenen FPV Racern, Quadrocoptern oder sogar einem Hexacopter. Michael Hogen erklärt dort Schritt für Schritt wie Ihr die jeweiligen Drohnen bauen könnt. Auf den Videos (HD-Qualität) kann man sehr genau erkennen, wie man welche Bauteile wo einbauen muss.

Neben dem reinen Aufbau der Quadrocopter werden auch viele tiefergehende Informationen vermittelt, die dem Piloten verraten, wie die im Copter verbauten Komponenten miteinander funktionieren – sehr interessant!

Da viele Anfänger auch noch nicht Löten können usw. gibt es für solche grundsätzlichen Aufgaben in der Anleitung ebenfalls Videos, wo man diese Aufgaben im Handumdrehen erlernen kann. Natürlich gibt es auch viele kostenlose (gute) Quadrocopter Anleitungen im Internet, allerdings sind diese häufig nicht allzu umfangreich und decken nur einzelne Bereiche ab.

Alles in Allem ist die Quadrocopter Bauanleitung von Michael Hogen also eine wirklich tolle Lösung für alle Leute, die sich gerne selber einen Multicopter bzw. FPV Racer zusammenbauen wollen.

Zur Quadrocopter Bauanleitung

FPV Racing Flightcontroller

CC3D Flight Controller mit Open Pilot kaufen

Das CC3D Board ist unter den FPV Racern ziemlich beliebt.

Der Flight-Controller ist wie bei jedem anderen Copter auch sozusagen das „Gehirn“ des Racingcopters. Prinzipiell ähneln sich die Steuereinheiten alle, daher ist es größtenteils Geschmackssache, welche Flight Controller man in seinem Racer verwendet. Am häufigsten verwendet in der Racing-Szene werden das CC3D oder das Naze32 Board.
Für Anfänger empfiehlt sich allerdings eher ein CC3D Board, da es mit der Open Pilot Software ziemlich einfach eingestellt und geflogen werden kann. Wenn man sich mit der Zeit dann etwas mehr zutraut kann man die CC3D Platine auf Cleanflight flashen. Sehr im Trend liegt aktuell außerdem die Betaflight Firmware von BorisB. Zu der Betaflight gibt es im Internet zwar viele Anleitungen und Videos, allerdings erweist sich das Einstellen der PIDs häufig als sehr schwierig. Wenn man es jedoch „geschafft“ hat und die PIDs seines Racers richtig eingestellt hat, dann sorgen FC Softwares wie Betaflight für ein unglaubliches Flugverhalten. Viele Nutzer beschreiben es als ein Fliegen „auf Schienen“.

Bei dem Naze32 Board unterscheidet man zwischen dem Naze32 Acro und zwischen der Naze32 Full Version mit 10DOF. Die letztere Version ist hier die deutlich umfangreichere, da diese über viele weitere Sensoren, wie z.B. über einen Beschleunigungssensor, einen Luftdrucksensor und ein Gyroskop verfügt.

Preislich unterscheiden sich die Steuereinheiten nicht sehr stark, jedoch ist das Naze32 Board häufig ausverkauft.

Wozu und wann wird ein BEC benötigt?

Ein BEC wird benötigt um den Empfänger und den Flightcontroller konstant mit 5V zu versorgen. In vielen Reglern (wie z.B. bei den EMAX SimonK Reglern) ist ein solcher BEC bereits integriert. Hier muss lediglich darauf geachtet werden, dass nur einer der in den Regerln integrierten BECs angeschlossen wird. Dies kann dann jedoch dazu führen, dass der Regler, wessen BEC verwendet wird, enorm warm wird und daher schneller verschleißt.

Da wie erwähnt nur ein BEC im Copter benötigt wird sind in vielen Hochleistungsreglern bzw. Racing ESCs mittlerweile keine BECs mehr integriert. Für diese Bauart von ESCs hat sich die Bezeichnung OPTO ergeben.

In solchen Fällen wird häufig zu einem PDB (Power Distribution Board) mit integriertem BEC gegriffen. Das ist generell eine sehr clevere Lösung, da das PDB sich ja soweiso um die Stromversorgung bzw. Stromverteilung des Multicopters kümmert. Dann kann man natürlich auch hingehen und die Stromversorgungsplatine bzw. das PDB mit einem integrierten BEC verwenden. So spart man sich zusätzliche Bauteile und somit auch einiges an Gewicht. Besonders bei kleineren FPV Racern, wo es nicht sonderlich viel Platz gibt, muss man natürlich auf einen sauberen bzw. platzsparenden Aufbau und eine gute Verkabelung achten.

Eine konkrete Möglichkeit sind hier z.B. die Power Distribution Boards von Matek. Die Boards sind alle sehr durchdacht und bieten neben den normalen Anschlüssen für die Regler noch Anschlüsse für LED-Leisten und sonstige Erweiterungen.

Welche LiPo Akkus für den FPV Racer kaufen?

Um die FPV Racing Drohne mit ausreichend Power zu versorgen benötigt man leistungsstarke Lipo (Lipoly) Akkus. Hier gibt es eine große Auswahl mit vielen verschiedenen Größen von vielen verschiedenen Marken. Einige bekannte LiPo Akku Marken sind z.B. GensAce, Turnigy (nano-tech) oder SLS.

Wir selber fliegen meisten mit den Lipo Akkus von GensAce und SLS. Mit diesen Akkus haben wir unserer Meinung nach am meisten Power.

Den passenden LiPo Akku für unseren Racing Copter wählen wir also anhand einiger Faktoren passend für unser spezielles Modell aus. Einer der wichtigsten Faktoren ist natürlich (wie bei den anderen Komponenten auch) das Gewicht. Es hätte keinen Sinn sich einen riesigen Akku auf den Racer zu bauen, der im Endeffekt viel zu schwer für ein sportliches Flugverhalten ist. Es muss also ein Kompromiss zwischen Leistung und Gewicht / Größe gefunden werden.

Nun muss man sich noch entscheiden wie viele Zellen man haben möchte. Diese Entscheidung sollte man erstmal am Anwendungsbereich und anhand der im FPV Racer verbauten Komponenten beurteilen. Wenn man ein „Standard-Setup“ hat mit 12A Reglern, dann sollte man besser zu 3S Lipos greifen.

3S Lipos also Lipo Akkus mit 3 Zellen und 11,1V, sind für den Anfängerbereich bestens geeignet. Diese bieten erstmal ausreichend Leistung für normales Flugverhalten und auch erste Mannöver.

Wenn man sich dann ein bisschen eingeflogen und den Copter entsprechend mit besseren Reglern aufgerüstet hat (Regler mit 20A oder mehr) kann man gut den zu 4S bzw. 4 Zellen Lipo Akkus greifen. Diese verfügen dann über 14,8V und somit über einen deutlichen Leistungszuwachs. Wer also mal richtig Power haben will, der sollte mal einen guten 4S Lipo in seinen Race Copter setzten.

In vereinzelten Fällen Nutzen einige FPV Racing Piloten sogar Lipo Akkus mit 5 oder 6 Zellen, als 5S oder 6S Lipo Akkus in ihren Racern. Das ist jedoch für den normalen Gebrauch und den Anfängerbereich gänzlich überdimensioniert und wird hier daher nicht weiter thematisiert.

Folgende Lipoly Akkus liefern einen guten Kompromiss zwischen Leistung / Gewicht und sind somit gut als LiPo für 250er FPV Racer geeignet:

Manche der LiPo Akkus haben einen XT30 Stecker Anschluss und manche einen XT60 Stecker Anschluss. Die Anschlüsse bzw. die Stecker kann man jedoch ohne großen Aufwand auch mit wenig Lötkenntnissen auswechseln.

Die richtige FPV-Technik für den Quad

Bei dem FPV-System lässt sich ebenfalls zwischen kostengünstigen Lösungen für Einsteiger und zwischen hochwertigeren Teilen für den professionellen Einsatz unterscheiden.
Generell lässt sich aber sagen, dass es sich insbesondere bei einem FPV-Set lohnt von Anfang an auf hochwertige Bauteile zu setzen, da man viele der Einzelteile häufiger und für mehrere Copter einsetzen kann. Beim FPV-Racing (wie auch im gesammten Modellbau-Bereich) greift das alte Sprichwort: „Billig kauft man zweimal.“

Videobrille für den FPV-Flug

Um das FPV-Racing Erlebnis wirklich richtig zu erleben sollte man zu einer Videobrille greifen, nur so lässt sich das Gefühl erleben, als würde man wirklich in der FPV-Drohne sitzen. Zwei potentielle professionelle Kandidaten unter den FPV-Video-Brillen wären beispielweise die Fatshark Dominantor HD oder die Attitude V2. Mit ca. 600€ und ca. 400€ sind diese Brillen allerdings doch ein recht kostspieliges Vergnügen. Günstiger (allerdings auch qualitativ nicht so hochwertig) wäre beispielsweise die Quanum DIY FPV Brille.

Gute Videobrillen für FPV Cams

Bildschirm als Alternative

Viele Leute fliegen lieber erst mit einem Bildschirm anstatt direkt mit der Brille. Das liegt auch daran, dass einigen Menschen bei der Verwendung von Videobrillen schlecht wird bzw. ihnen übel wird. Man kann das Gefühl vergleichen mit dem „Seekrank“ werden. Da das Gehirn keinen festen Punkt mehr hat muss man sich erst an die Nutzung einer solchen Brille gewöhnen.
Im Folgenden sind nun einige FPV Monitore aufgelistet, die gut für das FPV-Racing verwendet werden können.

Gute FPV Bildschirme:

FPV Sender für den Copter:

Beim FPV Sender für den Copter gibt es ebenfalls verschiedene Möglichkeiten. Über günstige Sender, deren Einsatz in Deutschland aufgrund der Frequenzen allerdings häufig nicht legal ist, bis hin zu teureren Sendern, die je nach Modell über eine unterschiedliche Sendestärke verfügen. (Zur Benutzung in Deutschland sind nur Sender mit maximal 25mW zugelassen). Bei vielen FPV Sendern können aufgrund der Kanalbelegungen nur 4 Leute gleichzeitig miteinander fliegen. Mit den neuen Raceband Sendern und Empfängern ist es nun möglich mit bis zu 8 Race Drones gleichzeitig über den Rennplatz zu heizen.

Folgende Sender funktionieren gut als FPV-Transmitter:

Neben den Sendern werden insbesondere im FPV-Racing-Bereich noch verschiedene bzw. andere, bessere Antennen verwendet um eine optimale Bildübertragung zu garantieren. Eine gute Übertragung des Bildsignals ist sehr wichtig, da selbst kurze Störungen fatal sein können. Stell dir vor du fliegst deine Race Drone grade durch ein Waldstück mit ca. 100kmh und deine Live-Video-Übertragung unterbricht für ca. 2 Sekunden, dann ist man in dieser Zeit sozusagen Blind und riskiert einen Crash mit einem Baum oder einem anderen Gegenstand.

Welche FPV-Kamera?

Bei der Wahl der richtigen FPV-Cam gibt es einiges zu beachten. Prinzipiell könnte man jede kleine Platinen-Kamera, die einen A/V-Ausgang hat nutzen, allerdings empfiehlt es sich aufgrund der besseren Bildqualität und dem meistens geringeren Gewicht eine FPV-Racing-Cam zu verwenden.
Am besten für FPV-Copter kann man meiner Meinung nach die Cameras mit CCD Sensoren nutzen, da diese in der Regel bei wenig Licht besser funktionieren und weniger Rauschen als die Videokameras mit CMOS Sensoren. Viele Leute wollen natürlich auch gerne ihre vorhandene GoPro oder Action Kamera als FPV Kamera nutzen. Dies ist technisch zwar möglich, im praktischen Gebrauch ist das jedoch teilweise schwierig, da die Weitwinkelobjektive ein genaues FPV Fliegen deutlich erschweren. Daher nutzen die meisten Piloten eine kleine, leichte Kamera als „Live-Kamera“ und eine GoPro oder ähnliches zum Filmen in hoher Qualität für spätere Videoaufnahmen. Diese sind dann natürlich auch in Full HD (1080p) oder sogar in 4K – das können die kleinen Platinenkameras alleine natürlich nicht bieten.

Folgende Platinenkameras sind empfehlenswert:

Wahl der Fernsteuerung

Wenn man mit dem FPV-Racing anfangen will braucht man – wie bei jedem anderen RC-Modell auch – eine Fernsteuerungsanlage. Da viele, die in den Racingbereich einsteigen wollen bereits eine Fernbedienung und sonstiges Fernsteuerungs-Zubehör haben müssen diese lediglich darauf achten, dass ihre Fernsteuerungsanlage über genügend Kanäle für einen Racecopter verfügt.

FPV-Racing Drones Fernsteuerung FrSky Taranis X9D mit Empfänger

Die Taranis X9D ist unter den Copterpiloten sehr beliebt.

Da es bei der Verwendung eines FPV-Systems im Quadrocopter allerdings auch zu Interferenzen zwischen der Fernsteuerung und dem FPV-Sender kommen kann greifen viele Copter Piloten zur Taranis X9D (Plus) von FrSky zurück. Diese Fernbedienung verfügt über ausreichend Channels und Schaltfunktionen am Sender um eine Racing Drohne gut zu steuern.
Neben der gegebenen Funktionalität bietet die Taranis X9D (im Kombination mit dem richtigen Empfänger) die Möglichkeit Telemetriedaten, wie z.B. die aktuelle Akkuspannung, direkt vom Racequad auf die Fernsteuerung zu übertragen.
Für sehr ambitionierte Piloten besteht außerdem die Möglichkeit eine bessere Antenne an die Taranis anzubringen um auch bei entfernteren FPV-Flügen nicht das Signal zu verlieren.

Preislich liegt die FrSky Taranis X9D zwischen 290€ und 350€ bei den deutschen Händlern. Leider ist die Verfügbarkeit der Fernbedienung momentan sehr bescheiden, da FrSky mit der Produktion der Fernbedienungen einfach nicht hinterherkommt. Wenn man also ein gutes Angebot für die Taranis X9D findet heißt es umgehend zuschlagen, da sie meistens blitzschnell wieder ausverkauft sind.

Etwas günstiger, dafür mit längerer Lieferzeit kann man die Taranis Fernsteuerung bei Banggood kaufen.

Zuverlässiger Händler für FPV Racing und Quadrocopter

Wir arbeiten mit verschiedenen Händlern bzw. Online Shops zusammen und haben bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Die wachsende Produktpalette umfasst viele Multicopter Bauteile und natürlich auch FPV Racer Zubehör. Der Versand erfolgt dabei schnell und sicher aus Deutschland!

Wo bekommt man sonst noch Infos zum FPV Racing?

Um sich weiter in die Thematik des FPVRacings einzulesen und um sich mit anderen FPV Race Piloten auszutauschen gibt es einige Möglichkeiten im Internet. Neben einer Vielzahl von Facebook-Gruppen (z.B. DRONE RACING DE – FPV Racing Deutschland) organisieren sich immer mehr Piloten im deutschen Drone Racing Forum (FPV-Racing-Forum.de). Hier kann man sich als Anfänger wie auch als Profi schnell zurecht finden und den Kontakt mit anderen Racern suchen. Wenn ihr also noch Fragen habt oder neue Kontakte in der FPV Szene sucht, dann schaut doch mal im Forum vorbei, das ist eine nette Truppe! 😉FPV Racing Drohnen Community bzw. ForumAnmelden könnt ihr euch in der Community einfach unter „Jetzt registrieren“.

 

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Außerdem könnt Ihr bei Fragen oder Kommentaren gerne unten einen Kommentar hinterlassen!


Kommentare


Matthias 9. Juni 2015 um 21:25

Sehr gute Zusammenfassung.

Antworten

T-Reu 29. August 2015 um 17:27

Ja, coole Seite! Ich habe eine Bauanleitung für Einsteiger verfasst, die gerne mit einem günstigen Modell einsteigen möchten. Schaut mal rein:
copter.cologne/250er-racing-quad-selberbauen/

Antworten

Thomas 7. September 2015 um 18:02

Hey, tolle Seite übers FPV Racing!

Bin von dem ganzen Copter Trend schon länger angesteckt aber als ein Kollege letztens seinen FPV Racer mit zum Flugplatz brachte staunte ich nicht schlecht! Die Dinger sind ja wahnsinns schnell!
Er hatte seine Race Drohne komplett selber gebaut nach einer Quadrocopter Bauanleitung aus dem Internet. Mit den verbauten Teilen war das Teil ne richtige Rakete! 😀

Werde mir die nächsten Wochen auch endlich eine FPV Race Drone selber bauen, werde dann auch wohl zu einigen Komponenten greifen, die du hier empfohlen hast… Ich kann mich nur noch nicht ganz zwischen den MayTech und den EMAX Motoren entscheiden…

Naja bei der FPV Brille werde ich wohl die Dominator HD von Fatshark kaufen. Habe da bisher echt nur gutes von gehört. Mein Kollege hat mit der Videobrille auch bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Sämtliche Tests und Erfahrungsberichte im Internet und z.B. bei Youtube bestätigen das. 😀

Meint Ihr ich werde mich schnell mit dem FPV Racer zurecht finden? Bisher bin ich nur RTF Quadrocopter von DJI geflogen, den DJI Phantom z.B.

Naja, ich hoffe mal, dass mir das Bauen meiner Racing Drohne nicht so schwer fallen wird! 😀

Schöne Grüße und danke nochmal für den umfassenden Beitrag hier!

Antworten

Benny 8. September 2015 um 19:38

Guten Abend, klasse, dass dir mein Beitrag gefällt!

Im Moment erlebt die FPV Racing Szene echt einen großen Zuwachs. Warum das so ist, ist ja offensichtlich! 😀

Vorweg will ich dir aber einen kleinen Tipp mitgeben, und zwar würde ich dir von dem Begriff „Drohne“ oder „Racing Drone“ abraten, da viele Copter Piloten da sehr empfindlich sind. Drohnen sind in der Regel eher militärisch geprägt, sprich es handelt sich um Aufklärungsdrohnen für das Militär. Dies ist bei FPV Racern natürlich nicht der Fall. Hier handelt es sich um kleine wendige Quadrocopter / Multicopter.

Bei den Motoren kann ich sagen, dass die MayTech Motoren echt verdammt viel Power haben und sich auch vor bekannteren Brushless Motoren (wie z.B. den Cobra Motoren) nicht verstecken müssen. Als Anfänger sollten allerdings auch die EMAX Motoren gänzlich ausreichen. In einem späteren Schritt könntest du dann ein Update auf bessere Bauteile machen.

Das mit der Dominator HD kann ich so bestätigen, die nutze ich selber auch und bin da gänzlich zufrieden mit. Damit bist du erstmal für die nächste Zeit gerüstet. Hier gilt auch definitiv „billig kauft man zwei mal“.

Am Anfang wird das Fliegen ohne GPS Steuerung wie bei den DJI Coptern vielleicht etwas ungewohnt oder schwierig werden. Hier heißt es aber dran bleiben und nicht aufgeben! Mit etwas Übung wirst du deinen Racer gut im Griff haben! 😉

Wenn du keine zwei linken Hände hast wirst du das mit dem Bauen von deinem FPV Racer auch hinbekommen, da bin ich mir sicher!

Ich wünsche viel Spaß beim Bauen und natürlich beim anschließenden Fliegen!

Gruß
Benny

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Phillip Kaßmann 17. September 2015 um 17:26

Hmm, mir leuchtet nicht so ganz ein wieso man zu den kleinen Racern nich Drohnen oder Drones sagen soll? Die Begriffe sind doch mittlerweile so eingebürgert in dem Hobby-Bereich, dass es doch garkeinen Unterschied mehr macht.
Wenn ich z.B. meinen Bekannten von dem Hobby erzähle, dann gucken die mich meisten imemr total komisch an, wenn ich was von Quadrocoptern, Multicoptern oder so erzähle. Sobald ich das Wort Drohnen benutze weiß jeder bescheid. Und hiebei sei gesagt, dass die meisten Leute damit nichts negatives verknüpfen. Im Volksmund ist es halt einfach eine „Drohne“. Die wenigsten meinen damit die vom Milität genutzten Aufklärungsdrohnen, das ist völliger Quatsch!
Soo und da ich hier nicht nur meckern will muss ich jetzt auch einfach mal deinen Beitrag hier loben, der liefert echt ne gute Zusammenfassung über den FPV Racing Bereich. Einige Erweiterungen in den Teilbereichen könnten jedoch vielleicht nicht Schaden! 😉

Würde mich freuen, wenn du die Seite aktuell hälst und abundzu mal was ergänzt! 😀

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Benny 25. September 2015 um 19:02

Hallo Phillip,

ja teilweise kann ich die Problematik auch nicht ganz nachvollziehen. Also mich stört es nicht sonderlich wenn jemand Drohne oder so sagt, nur die Beiträgt über die sogenannten „Killer Drohnen“ im Fernsehen finde ich echt schrecklich.
Dort wird das Hobby unnötig schelcht geredet. Schließlich macht nicht jeder Copter Pilot so gefährliche Manöver über der Autobahn oder in der Nähe vom Flughafen. Es liegt dann immer an den Leuten, die die Geräte bedienen und nicht an den Geräten selbst.

Naja ich nenne die Dinger trotzdem Copter und sagen auch bewusst Multicopter o.ä. einfach damit der negative Beigeschmack gänzlich verschwindet.

Zum Schluss muss ich mich noch bedanken für deinen Lob! Ich die Seite natürlich so aktuell halten, wie es mit möglich ist und euch mit Tipps und Tricks zu FPV Racern versorgen! 😉

Gruß

Antworten

JÖrg Trede 12. Oktober 2015 um 12:34

Den meisten Copter Piloten geht es um die Wahrnemung in der Öffentlichkeit.Weil die Unterschiede zu einer Drohnen nicht jedem Menschen Klar ist und auch viel in der Presse nur der Auflagen willen falsch erklärt wird oder garnicht erklärt wird.Und nur mal um das hier klarzumachen diese Negativen Schlagzeilen werde nur dazu Führen das unser Hobby noch Restrktiver durch die Deutsche Gesetzgebung eingeschränkt wird das man im Volksmund Drohne sagt haben wier auch grösstenteils der Presse zu verdanken.Und mal eine Frage seit ihr schon mal in den genuss gekommen einen echten Drohnen Kontrollstand sehen zu dürfen??? Ihr wärt Überascht und eins noch Drohnen bringen Menschen um also wer da nichts negatives drinn sieht den kann man nicht mehr Hellfen.

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Sascha Meier 13. September 2015 um 20:17

Hallo!
Ich will mir nun auch meinen eigenen FPV Racer bauen! Habe mir die Bauteile dafür schon soweit alle rausgesucht und wollte jetzt die Tage bestellen. Lediglich vor dem Zusammenbauen hab ich nen bisschen Angst muss ich zugeben. Muss man gut Löten können und so um so einen FPV Racer Bausatz bauen zu können?

Naja zur Not werde ich mir Hilfe von einem Bekannten von mir holen. Er hat schon so einige Quadrocopter selber gebaut, der bekommt das zur Not bestimmt hin!!

Antworten

Benny 25. September 2015 um 19:03

Ich wünsche viel Spaß und gutes gelingen mit deinem Copter! Solltest du Probleme haben kannst du ja mal im FPV Racing Forum vorbei schauen! Dort sind viele nette Leute am Start und helfen auch gerne wenn es mal ein Problem gibt. Außerdem kannst du dich dort auch zum gemeinsamen Fliegen mit anderen FPV Racern verabreden!

Antworten

Daniel 11. Dezember 2015 um 10:31

Hi Sascha, löten können muss man schon ein wenig. Aber das ist echt easy zu lernen und kein Hexenwerk bei einem Copter. Der Aufbau selbst sollte auch ganz easy sein – auch für Neulinge. Schwieriger wird das Einstellen per Software. Hast du es denn hinbekommen als Einsteiger? Finde sowas immer spannend, wenn Neueinsteiger ein Projekt starten. Bin auf Feedback sehr gespannt!

Gruß
Daniel

Antworten

Timo 2. Januar 2016 um 22:33

Hallo,

auch von mir ein Lob. Super Beitrag. Besitze seit ca. 2 Jahren einen Copter. Hab mit den Discounterhelis angefangen, dann zu den Billigcoptern gekommen und nun habe ich seit ca. einem Jahr den Nighthawk. Damals war das für mich der Einstieg in die selbstgebauten Copter. Racing hatte ich da noch garnicht im Kopf. Nun merke ich, dass sich mein Setup aber perfekt fürs Racing eigenen würde. Aktuell möchte ich gerne ins FPV einsteigen. Bisher bin ich nur mit Sicht vom Boden geflogen. Da ich den Copter gerne als fliegenden Camcorder einsetze habe ich auch nen preiwerten Gimbal und ne Xiami Yi. Bin sehr beidruckt, wie gut die Videos werden. Und butterweich, obwohl so ein kleiner Racecopter jnicht gerade optimal als Kameracopter geeignet ist. Um nun das ganze aufs nächste Level zu heben würde ich mir gerne eine Brille und Funksender/empfänger zulegen.
Macht es da sinn einfach die Xiami Yi anzuzapfen und via Transmitter an eine Fatshark zu senden? Oder brauche ich da eine extra Kamera am Copter?

Viele Grüße
Timo

Antworten

Benny 7. Januar 2016 um 21:38

Hallo Timo,

wenn du nur ein bisschen „rumschweben“ möchtest mit deinem Racer, dann sollte die Xiami Yi erstmal als FPV Kamera reichen. Sobald du aber etwas flotter fliegen und auch mal durch Hindernisse o.ä. fliegen willst, dann macht es definitiv Sinn sich eine „richtige“ FPV Cam anzuschaffen, wie z.B. eine pz0420 Kamera.
Diese hat dann keine Weitwinkelsicht und ermöglicht daher ein genaueres Fliegen. Außerdem können die normalen FPV Systeme sowieso noch kein echtes HD (außer vllt. die DJI Lightbridge, die aber eig. niemand zum FPV Racing verwendet). Daher wirst du auf der Brille mit der pz0420 Cam auch keinen großen Unterschied merken können.

Ideal ist es also eine kleine Platinenkamera (wie z.B. die pz0420) als FPV Cam bzw. Live-Kamera zu nutzen. Deine Xiami Yi hast du dann einfach zusätzlich drauf um später z.B. ein Video in besser Auflösung zusammenschneiden zu können.

Gruß
Benny

Antworten

Alexander 8. Januar 2016 um 17:33

Hallo,

ich bin im Modellflugverein und es gibt fast nur Flaeche. Copter und FPV ist eher im Entwicklungsstadium.
Ich selbst habe zwei Racer gebaut (mit der Sony 600TVL) und bin fuer den Verein auf der Suche nach Trainingsflaechen fuer Copter, vorzugsweise Waldstuecke.

Wie geht ihr hier vor um eine ordentliche Rennstrecke zu finden, bei der niemand geschaedigt werden kann?
Wenn ihr sagt Tiefgarage, da koennte man ja auf Autos treffen.
Wenn ihr sagt Wald, bei uns im Verein gibt es staendig Beschwerden eines Jaegers, weil das Wild aufgescheucht wird. Ausserdem Spaziergaenger, Mountainbiker, Laeufer, Tiere.
Sperrt ihr eure Rennstrecken ab? Wie trainiert ihr?

Ueber Antworten wuerde ich mich sehr freuen.

Gruesse,
Alexander

Antworten

Theresa 22. Februar 2016 um 14:51

Hallo zusammen,
für eine Zeitung würde ich gerne einen Artikel über das FPV-Racing machen.
Gibt es irgendeinen Freiwilligen mit Racing-Erfahrung oder Plänen aus dem Süden Baden-Württembergs, der sich für ein kleines Interview zur Verfügung stellen würde?
Ich würde mich sehr freuen, über diesen neuen Trend berichten zu dürfen.
Viele Grüße
Theresa

Antworten

Christian Otte 5. Mai 2016 um 19:32

Hallo,
Kann mir jemand sagen ob es eine Liste gibt mit Vereinen oder Gruppen?
Oder gibt es Informationen ob in Hessen und Sacshen-Anhalt Vereine gibt.

Danke für eine Antwort im Vorfeld.

Gruß
Christian

Antworten

Jens 21. Juli 2016 um 10:07

Hmm. Schöne Zusammenfassung des Themas, aber mir fehlen ein paar Anmerkungen:

1. Auch mit dem neuen Raceband kann man nicht mit 8 Leuten zusammen fliegen, denn in DE ist leider der Bereich an Frequenzen, die wir benutzten dürfen beschränkt.Erlaubt ist der Bereich zwischen 5725MHz und 5875MHz. Damit sind im Raceband Ch: 3, 4, 5 und 6 erlaubt. Bleiben also leider weiterhin nur 4 Kanäle 🙁
2. Bei der Kamera sollte man ggf. DIE FPV Kamera überhaupt erwähnen… Die HS1177. Ich empfehle aber JEDEM Käufer sich ein wenig umzusehen und nicht blind zu kaufen. Die Einzelteile bei Amazon zu kaufen kostet direkt 20-40% mehr!
3. Du schreibst nichts zum Thema Versicherung 🙁 Da in Deutschland aber eine Versicherungspflicht herrscht, für das Fliegen von Modellen, muss jeder solch eine besitzen!
4. Rechtliche Grundlage fürs FPV: Du schreibst außerdem nichts dazu, dass eigentlich, wenn man es ernst nimmt, das FPV-Fliegen garnicht, bzw. nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt ist. Wir haben gerade das Problem, dass uns die Regierung das komplette Modellflug-Hobby einschränken möchte, weil plötzlich tausende nichts-ahnende Leute mit Modellen rumschwirren, da muss man das nicht noch fördern, sondern den Leuten das richtige Wissen vermitteln:
In Deutschland ist Modellflug, bzw. Teilnahme am Luftraum mit Flugmodellen zu Hobbyzwecken NUR als Sichtflug erlaubt. Sichtflug bedeutet hier, dass man das Modell immer sehen und die Fluglage eindeutig erkennen können muss. Das ist je nach Bauart und Größe eines Racequads schon nach wenigen Metern nicht mehr der Fall! 😉 Sich alleine auf eine Wiese zu setzen (auch wenn es der eigene Garten ist) und mit einem Copter FPV zu fliegen ist daher leider nicht zugelassen, da der Luftraum keinen Privaten Bereich kennt. Erlaubt ist es so also erstmal nur in geschlossenen Räumen (z.B. Turnhalle). Umgehen kann man diese Einschränkung in dem man offiziell nicht selber fliegt. Das Konstrukt nennt sich „Lehrer/Schüler“-Betrieb und ist ursprünglich dafür gedacht, Leuten das Fliegen beizubringen. Dabei sind zwei Fernsteuerungen miteinander verbunden (über Kabel oder Funk). Der Lehrer steuert das Modell und kann einzelne oder alle Funktionen an den Schüler übergeben. Die Verantwortung für den Flug liegt dabei beim Lehrer. Je nach Versicherungsanbieter ist dieses Lehrer Schüler Modell Pflicht für den FPV Flug. Bei anderen Versicherern reicht es, wenn der Lehrer nur daneben steht, und den Sender im Fall eines Problems übernehmen kann. Machen wir uns nichts vor, die Vorgabe ist in heutiger Zeit total albern, da die Chance, dass ein Lehrer das Modell retten kann ziemlich nahe null geht, wenn man in 1m Höhe und 80km/h+ über die Wiese brettert, aber so ist die Lage halt leider. Man sollte also grundsätzlich einen Spotter (einen, der nicht Fliegt, sondern das Modell im Auge hat) daneben stellen. Man sollte sich auch klar machen, dass man sich letztendlich in einer (sehr dunklen) Grauzone aufhält beim FPV Flug und dass im Fall, dass was passiert, ggf. weder die Versicherung eingreift und man zusätzlich ggf. Stress an den Backen hat, weil man ohne Versicherungsschutz und dazu unbefugt im Luftraum rumgeflogen ist.
5. Sicherheit: Hier liest man auch gar nichts dazu 🙁 Auch wenn die Teile klein sind. Sie sind aus festen Materialien, schnell und haben schnell drehende scharfe Propeller montiert. Man kann sich und andere mit den Teilen weh tun, mit pech auch schwer verletzen. Videoaufnahmen von „dem Schweden“ zeigen, wie leicht sich schnell drehende Propeller durch Fleisch schneiden. Darum ist es wichtig immer vorsichtig zu sein: Baut die Propeller ab, wenn ihr am Copter bastelt! Fliegt nicht über Menschen! Setzt euch so zum Race-Kurs, dass ihr euch und die anderen Piloten nicht selbst verletzt. Renn nicht einfach aufs die Bahn und wenn ihr dort jemanden seht, fliegt höher, nehmt Gas raus und wartet bis er wieder weg ist. Verletzungen können wir in der Presse nicht auch noch gebrauchen! Ganz wichtig: Protzt nicht mit Dingen, die nicht erlaubt sind. Auch wenn ihr Dinge tut, die man nicht soll (alleine fliegen, zu viel Sendeleistung, zu weit weggeflogen) dann posaunt das nicht in die Welt hinaus. Die Politik kennt Youtube. Die sehen Videos, wo Copter über Menschenmengen fliegen, oder FPV Flüge über viele Kilometer hinweg gezeigt werden, die 1. mit 25mW nicht möglich wären, DEFINITIV nicht auf Sicht geflogen wurde usw.

Lasst uns gemeinsam für mehr „Aufklärung“ sorgen, damit wir auf der richtigen Seite aus der Grauzone herauskommen. Wenn wir alle vorsichtig und rücksichtsvoll mit dem extrem geilen Hobby umgehen, schaffen wir es sicherlich, dass wir irgendwann demnächst legal fliegen dürfen, ohne alberne L/S auflagen etc. Wenn wir uns aber daneben benehmen, ggf. auch einfach, weil wir es nicht besser wissen, wird aus Grauzone schnell verboten 🙁

LG, Jens

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Benny 13. August 2016 um 11:41

Hallo Jens,

da hast du sicherlich recht! Der Guide ist nun ja auch schon etwas älter. Sobald ich wieder etwas mehr Zeit habe versuche ich den Beitrag überarbeiten und die von dir erwähnten Themenbereiche zu dieser FPV Racing Anleitung zu ergänzen.

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